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Mai 2019

3. Mai 2019


Sehr geehrte(r) Frau/Herr Sehr geehrte Damen und Herren,

nicht über die Maßen pessimistisch zeigt sich Anne Peters, Direktorin des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, was die aktuellen Möglichkeiten des Völkerrechts angeht: "Wenn wir die heutige Situation mit den 1980er Jahren vergleichen", meint sie im Gespräch mit Monika Dommann, Kijan Espahangizi und Svenja Goltermann,"so ist heute vieles besser für schutzbedürftige Menschen, die der normative Bezugspunkt des Völkerrechts sein sollten." (Das Gespräch ist online frei lesbar.) Jochen von Bernstorff und Thomas Thiemeyer schildern knifflige Fragen im Fall der Rückgabe kolonialzeitlicher Kulturgüter von Baden-Württemberg an Namibia. Mit manchen falschen Vorstellungen über Arbeit (und Nichtarbeit) in Afrika räumt Andreas Eckert auf. Und Thomas E. Schmidt liest Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" - mit einem Fokus auf die Figur des Baron de Charlus, in dem er eine geradezu exemplarische Ausprägung des "europäischen Geistesmenschen" erkennt.

In seiner Bildungskolumne stellt Roland Reichenbach fest: Der Körper der Lehrerinnen und Lehrer wird in der Pädagogik wenn überhaupt, dann allzu zögerlich thematisiert. Hannes Bajohr fragt nach dem Menschen in den Diskursen um das Anthropozän - und plädiert am Ende für die Wiederbeschäftigung mit einer "negativen Anthropologie". (Das ist der zweite frei lesbare Text.) Steffen Siegel zeigt, wie Aby Warburg in neueren Publikationen eher als Ethnologe denn als Kunsthistoriker Profil gewinnt.

Der Philosoph Martin Hartmann findet: Was als Neid denunziert wird, hat sehr oft mit Gerechtigkeitssinn zu tun - guter Grund zur Verteidigung des Neids. Was es mit dem Ressentiment auf sich hat und wie man es womöglich überwindet, versucht Markus Rautzenberg zu klären. Und Robin Detje erklärt in seiner Schlusskolumne der ganzen Welt, insbesondere aber dem Badambaum seine Liebe.


Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre

Ihre

MERKUR - Redaktion



Inhalt des aktuellen Hefts

Monika Dommann/Kijan Espahangizi/
Svenja Golterman
              Völkerrecht. Interview mit Anne Peters  GRATIS
Jochen von Bernstorff/Thomas Thiemeyer       
                                                Südwestdeutsch trifft Deutsch-Südwest
Andreas Eckert                   Arbeit und Nichtarbeit in Afrika
Thomas E. Schmidt            Proust und der europäische Geistesmensch
Roland Reichenbach          Der Lehrkörper. Bildungskolumne
Hannes Bajohr                    Anthropozän und Negative Anthropologie   GRATIS
Steffen Siegel                       Aby Warburg, der Ethnologe
Martin Hartmann              Zur Verteidigung des Neids  
Markus Rautzenberg         Ressentiment
Robin Detje                           Im Badambaum

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Neu im Blog

"Wie leicht selbst eine so angesehene Intellektuelle wie Aleida Assmann in eine Falle tappt, lässt sich an ihrem Beitrag Let’s Go East im Merkur (April 2019, 73. Jahrgang, Heft 839) studieren. Ich nenne die Falle einmal die 'Hausschweinfalle' und will versuchen zu begründen, warum." So Janos Brenner - und hier lesen Sie, worum es ihm geht.


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Im nächsten Heft

In diesem Heft gibt es einen Schwerpunkt zum Themenfeld Populismus und postfaktisches Zeitalter. Jan-Werner Müller erklärt, warum es in einer Demokratie selbstverständlich sein sollte, auch mit Rechten zu reden. Gunnar Hindrichs zeigt, wie falsch Peter Sloterdijk mit seiner Thymos-Emphase liegt. Einfach so zu den „Tatsachen“ zurückzukehren, ist nur scheinbar die Lösung für das Problem des Postfaktischen – so die These von Mark Fischer und Oliver Schlaudt. Von der Seite der Musik nähert sich Dirk Baecker der Frage nach der Vox Populi. Und Sebastian Dümling analysiert den Populismus als „Diskurseffekt“.

Außerdem in den Essays: Catherine Davies ist die abstrakten Großerklärungen der Brexit-Leitartikel leid und zeigt, dass sich die Ursachen für die politische Dynamik in Großbritannien denkbar konkret angeben lassen.

In der ersten Folge seiner "Homestorys" räumt Christian Demand mit Marie Kondo (und anderen) auf. Jakob Hessing liest Bernd Wittes Buch Moses und Homer. Danilo Scholz ' Dankesrede zur Verleihung des Heinrich-Mann-Preises führt uns bis nach China. Stefanie Schweizer führt vor Augen, was Heimat bedeuten kann, nicht nur für sie selbst. Günter Hack erzählt von den Farben der Elster. Und Robin Detje befasst sich dieses Mal mit Männern, nicht nur in der U-Bahn.


Schwerpunkt Populismus

Jan-Werner Müller                                   Liberale gegen Populisten?
Gunnar Hindrichs                                     Thymos                                  
Mark Fischer/Oliver Schlaudt                   Fakten, postfaktisch
Dirk Baecker                                            Ganz schön erhaben
Sebastian Dümling                                   Populismus als Diskurseffekt 

Catherine Davies                                       Brexit: The State of England
Christian Demand                                     Homestorys (I). Betreutes Wohnen
Jakob Hessing                                           Bernd Wittes "Moses und Homer"
Danilo Scholz                                            Paneuropa, Löberitz
Stefanie Schweizer                                   Tratinčica
Günter Hack                                              Die Farben der Elster
Robin Detje                                               Männlichkeit 2019



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Die Zauberlehrlinge

Stephan Detjen, Maximilian Steinbeis

Die Zauberlehrlinge

Der Streit um die Flüchtlingspolitik und der Mythos vom Rechtsbruch
Ein Geist wurde aus der Flasche gelassen – zuerst in Deutschland, dann in Europa. Der Geist heißt Verfassungsbruch, der angeblich bei der Aufnahme von Migranten im Herbst 2015 begangen worden sein soll. Die renommierten Autoren und Juristen Maximilian Steinbeis und Stephan Detjen gehen der Frage nach, wem der Mythos nützt und wie er die Demokratie gefährdet.



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